Koh Larn – Ein Tag (i)am Meer

 

Pattaya ist nüchtern betrachtet eine Mischung aus alten Häusern, tausenden (GoGo)-Bars, Nachtclubs, Massagestudion und anderen zwielichtigen Etablissements. Tagsüber herrscht hier so etwas wie „die Ruhe vor dem Sturm“. Bedächtig werden die offenen Bars gereinigt und deren Kühlschränke neu bestückt. Die Masseusen tippen abwesend auf ihren Handys rum und auch die Straßenhändler bereiten sich auf die Nacht vor.

Doch eins nach dem Anderen: Auf dem Plan steht der Besuch der Insel Koh Larn. Wenige Kilometer vor der Küste liegend sehen wir diese Insel jeden Tag. Der Strand soll toll dort sein. Schneeweißer Sand und kristallklares Wasser. Die organisierte Tour dorthin kostet 650 Baht. Ein kurzer Check bei Google lässt erahnen, dass das auch günster geht.
Also schwingen wir uns für 10 Baht auf den Baht-Bus uns fahren nach Pattaya. Nach wenigen Schritten sind wir schon am Bali Hai Pier, wo die Fähren nach Koh Larn im Stundentakt ablegen. Für 30 Baht pro Strecke kaufen wir Tickets. Also kommt man für 40 Baht (gut 2 Euro) vom Hotel auf die Insel…

Die knapp 45-minütige Fahrt geht recht unspektakulär vonstatten. Auf Koh Larn merkt man schnell: Diese Idee mit dem schönen Strand hatten offensichtlich auch andere. Viele andere. Gefühlt ist halb Asien auf dieser Insel und macht Selfies, fuchtelt mit Selfie-Sticks umher oder fährt Jet-Ski (eine absolute Macke vieler Touristen hier).

Die Ernüchterung: die Insel bzw. der Strand ist toll. Aber solche Menschenmassen haben wir nicht erwartet. Die nächste Fähre zurück nach Pattaya ist unsere…

Zur Verteidigung muss man sagen: Wir haben uns nur zwei der sechs Strände angesehen. Der Sand und das Wasser sind wirklich toll. Da wird nicht zu viel versprochen. Jedoch sind diese beiden Stände völlig überlaufen und ähneln eher dem bunten Treiben eines Marktes als einem Strand zu Relaxen.


Die Kulisse am Bali Hai Pier wirkt seltsam


Mit dem Baht-Bus kommt man schnell und günstig von A nach B


Blick auf die Skyline von Pattaya


Fähren, die zu den diversen Inseln in der Nähe fahren


Schöner, aber leider zu voller Strand auf Koh Larn.

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Thailand, Pattaya und Jomtien Beach

 

Eines vorweg: Pattaya ist das Touristenzentrum schlechthin. Man entscheidet sich bewusst gegen Abgeschiedenheit und Ruhe. Und das spürt man auch recht schnell – kaum in Pattaya angekommen, begrüßen einen Hotelbunker und Ferienanlagen, die ihre beste Zeit seit 10 Jahren hinter sich haben. Oftmals hat man als Hobbyfotograf das Gefühl, im Paradies für Lost Places (what’s that?) angekommen zu sein. Es stimmt schon ein wenig nachdenklich, wenn man sieht, was der Natur hier angetan wurde.

Da im November Nebensaison ist, wirkt es relativ menschenleer und daher wie ausgestorben. Diese Zeit scheint für Pattaya eine sehr gute Reisezeit zu sein. Warme Temperaturen, warmes Meer, ab und an mal eine Wolke und leere Strände. Eines ist allerdings offensichtlich: Unzählige (ältere) westliche Männer sind mit Thailändischen Frauen oder Männern/Boys unterwegs. Als rein westliches Paar kommt man sich zum Teil schon seltsam vor.

Strand von Pattaya

Follow the White Rabbit

Endlich angekommen, wurden wir weit nach Mitternacht herzlich und freundlich im Rabbit Resort begrüßt und zu unserem Zimmer gebracht. Und tatsächlich, es gibt sie. Diese Abgeschiedenheit inmitten einer Ferienhochburg. Kleine Bungalows mit je zwei Zimmern inmitten eines tropischen Gartens. Völlige Ruhe. Nur wenige Schritte zum Strand. Klasse! Die Bewertungen auf TripAdvisor (Direktlink zur Hotelseite) stimmen tatsächlich. Danke, Mr. & Mrs. Rabbit für diese tolle Kleinod inmitten der Betontürme, von denen man hier glücklicherweise nichts mitbekommt.

Мы говорим по-русски. Ты тоже?

Mitte der Neunzigerjahre war Thailand fest in deutscher Hand. Mittlerweise sind andere Ziele interessant und bezahlbar geworden und eine andere Gruppe hat sich hier quasi nieder gelassen: der große Bruder, würde ein Ossi sagen. Deutsche Touristen sind im November anscheinen selten anzutreffen. Dafür kann man, wenn man eine POS/EOS besucht hat, seine Russisch-Kenntnisse aufbessern. Schilder sind oftmals zweisprachig ausgewiesen: Thai und Russisch. Deutsch ist nicht zu finden. Englisch selten. Dieser Umstand ist allerdings ein Problem für einen entspannten Urlaub, da zumeist ältere Pärchen oder junge Familien das typische Urlaubsbild bestimmen.

Von A nach B

Wie üblich in Asien, gibt es viele Möglichkeiten der Fortbewegung. Die wohl günstigste in Thailand ist der sog. Bahtbus. Das ist im Prinzip ein Pickup, dessen Ladefläche zur überdachten Sitzfläche umgebaut wurde. Für gerade einmal 10 Baht (ca. 25ct) kann man so lange fahren, wie man möchte. Diese Bahtbusse fahren die beiden Hauptrouten (Nord/Süd) um Pattaya ab. Einfach vom Straßenrand aus einen Bahtbus heranwinken und einsteigen. Dann am gewünschten Ausstiegspunkt den Knopf (wie im Bus) drücken und sofort hält der Fahrer an. Nun einfach zum Fahrer vor und die 10 Baht pro Person zahlen und fertig.

Wem das zu kompliziert ist, der kann mit dem gelb-blauen Taxi fahren. Eine 10km-Strecke kostet ca. 150-200 Baht.

Wer es individuell mag, kann sich einen Scooter mieten. Man benötigt lediglich einen internationalen Führerschein der anzeigt, dass man Zweiräder fahren darf. Helm aufsetzen nicht vergessen.


Rabbit Resort


(fast) Leerer Strand


Sunset

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